Der ultimative Berlin-Reiseführer für Erstbesucher
Wenn Sie Ihre erste Reise nach Berlin planen, fühlen Sie sich vielleicht etwas überfordert. Von der Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel bis hin zur Auswahl der besten Stadtteile, die es zu erkunden gilt, gibt es eine Menge Informationen zu verarbeiten. Und dabei sind all die unglaublichen Sehenswürdigkeiten, Museen, Restaurants und Ausgehmöglichkeiten noch gar nicht berücksichtigt.
Aber keine Sorge – ich bin hier, um Ihnen zu helfen! Ich habe das Glück, seit neun Jahren in Berlin zu leben, und habe die Geheimnisse kennengelernt, wie Sie das Beste aus Ihrer Reise machen können. Egal, ob Sie ein langes Wochenende oder eine ganze Woche bleiben, dieser Reiseführer enthält alle wichtigen Reisetipps, die Erstbesucher in Berlin wissen müssen.
Von den besten Fortbewegungsmöglichkeiten in der Stadt bis hin zu Insidertipps, wo man das leckerste Essen findet – ich habe alles für Sie vorbereitet. Ich möchte Ihnen helfen, eine unvergessliche Reise in eine der aufregendsten Städte Europas zu erleben.
Packen Sie also Ihre Koffer und machen Sie sich bereit für ein Abenteuer, während wir uns in diesen ultimativen Berlin-Reiseführer stürzen!
Inhaltsverzeichnis
Wichtige Tipps, die Sie vor Ihrer Abreise wissen sollten
Berlin ist eine weitläufige Stadt, gruppieren Sie Ihre Aktivitäten daher nach Orten, um die Fahrzeiten zu minimieren.
Das öffentliche Verkehrssystem ist gut ausgebaut und einfach zu benutzen, sobald man sich damit vertraut gemacht hat.
An vielen Orten wird Bargeld gegenüber Kreditkarten bevorzugt, daher sollten Sie immer etwas Bargeld in Euro dabei haben.
Die meisten Geschäfte, Supermärkte und einige Restaurants sind sonntags geschlossen.
Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit ist legal, und Berlins Nachtleben ist legendär – trinken Sie mit Maß!
Wann sollte man Berlin besuchen?
Die beste Zeit für einen Besuch in Berlin hängt von Ihren Vorlieben und Interessen ab. Wenn Sie Menschenmassen vermeiden und Geld sparen möchten, sollten Sie einen Besuch in der Nebensaison im Herbst oder frühen Frühling in Betracht ziehen. Sie tauschen dann ideales Wetter gegen günstigere Hotelpreise und kürzere Warteschlangen an beliebten Sehenswürdigkeiten ein.
Der Sommer ist Hochsaison, insbesondere im Juli und August. Das Wetter ist warm und ideal für Mahlzeiten und Getränke im Freien. Das bedeutet jedoch auch größere Menschenmengen, höhere Preise und die Notwendigkeit, Unterkünfte weit im Voraus zu buchen.
Wenn Ihnen kühle Temperaturen nichts ausmachen, ist der Dezember eine zauberhafte Zeit, um Berlins berühmte Weihnachtsmärkte zu besuchen. Und für Feinschmecker und Nachtschwärmer bieten die langen Sommertage viel Tageslicht für Besichtigungen und viel Dunkelheit für Partys in Berlins legendären Clubs.
Das Wetter in Berlin nach Monaten
Berlin hat ein gemäßigtes Klima mit ausgeprägten Jahreszeiten, die jeweils eine unterschiedliche Atmosphäre und verschiedene Aktivitäten bieten. Hier erfahren Sie, was Sie in den einzelnen Monaten wettertechnisch erwarten können:
Januar: Kalt und oft schneereich, mit durchschnittlichen Höchsttemperaturen um 3 °C (37 °F) und Tiefsttemperaturen von -2 °C (28 °F).
Februar: Weiterhin kühl mit Schneemöglichkeiten, durchschnittliche Höchsttemperaturen von 4 °C (39 °F) und Tiefsttemperaturen um -2 °C (28 °F).
März: Der Frühlingsbeginn bringt milderes Wetter mit Höchsttemperaturen von 9 °C (48 °F) und Tiefsttemperaturen von 1 °C (34 °F).
April: Die Temperaturen steigen mit Höchstwerten von 15 °C (59 °F) und Tiefstwerten von 4 °C (39 °F), und die Stadt beginnt zu blühen.
Mai: Angenehm warm mit Höchsttemperaturen von 20 °C (68 °F) und Tiefsttemperaturen von 9 °C (48 °F), ideal für Outdoor-Aktivitäten.
Juni: Der Beginn des Sommers mit längeren Tagen, Höchsttemperaturen von 22 °C (72 °F) und Tiefsttemperaturen von 12 °C (54 °F).
Juli: Der wärmste Monat mit Höchsttemperaturen von 25 °C (77 °F) und Tiefsttemperaturen von 14 °C (57 °F), ideal für Festivals und Open-Air-Veranstaltungen.
August: Ähnlich wie im Juli, mit Höchsttemperaturen von 24 °C (75 °F) und Tiefsttemperaturen von 14 °C (57 °F) sowie gelegentlichen Gewittern.
September: Der Beginn des Herbstes mit Höchsttemperaturen von 19 °C (66 °F) und Tiefsttemperaturen von 10 °C (50 °F) sowie weniger Niederschlägen.
Oktober: Kühler mit bunten Herbstblättern, Höchsttemperaturen von 13 °C (55 °F) und Tiefsttemperaturen von 6 °C (43 °F).
November: Kühl und oft bewölkt, mit Höchsttemperaturen von 7 °C (45 °F) und Tiefsttemperaturen von 2 °C (36 °F).
Dezember: Kalt mit festlichen Weihnachtsmärkten, Höchsttemperaturen von 3 °C (37 °F) und Tiefsttemperaturen um -1 °C (30 °F).
Denken Sie daran, dass es sich hierbei um Durchschnittswerte handelt und das Wetter unvorhersehbar sein kann. Es ist daher immer ratsam, vor Ihrer Reise die Wettervorhersage zu überprüfen und entsprechend zu packen.
Fortbewegung in Berlin
Öffentliche Verkehrsmittel
Berlin verfügt über ein fantastisches öffentliches Verkehrssystem namens BVG. Es handelt sich um ein integriertes Netz aus Zügen, Straßenbahnen, Bussen und Fähren, mit dem Sie überall hinkommen, wo Sie hin möchten. Wichtiges Wissen:
Verschiedene Zugtypen: Die U-Bahn verkehrt meist unterirdisch, während die S-Bahn größtenteils oberirdisch fährt.
Tarifzonen: Berlin ist in die Zonen A, B und C unterteilt. Die meisten der wichtigsten Sehenswürdigkeiten befinden sich in Zone A. Für Besucher sind Fahrkarten für die Zonen A und B (AB-Fahrkarten) am gängigsten.
Ticketentwertung: Sie müssen Ihr Ticket immer durch Entwerten am Bahnhof oder im Bus/in der Straßenbahn entwerten. Es gibt keine Drehkreuze oder Schranken, und die Kontrolleure können jederzeit die Vorlage Ihres Tickets verlangen.
Nützliche App: Laden Sie die BVG-App herunter. Ich nutze sie, um Fahrkarten zu kaufen. Google Maps ist nach wie vor die beste App für Wegbeschreibungen von Punkt zu Punkt.
Radfahren & Roller
Berlin ist eine äußerst fahrradfreundliche Stadt mit gut markierten Radwegen auf den meisten Hauptstraßen. Ein Fahrrad zu mieten ist eine hervorragende Möglichkeit, die Stadtteile zu erkunden und die Sehenswürdigkeiten in Ihrem eigenen Tempo zu besichtigen. Die Miete kostet etwa 8 bis 12 Euro pro Tag. Ich nutze sehr gerne die Scooter-Sharing-Programme. Tier und Voi sind meine bevorzugten Anbieter.
Taxis & Mitfahrgelegenheiten
Taxis und Mitfahrgelegenheiten wie Uber sind weit verbreitet, aber angesichts des ausgezeichneten öffentlichen Nahverkehrs nur manchmal notwendig. Taxis können auf der Straße, an einem Taxistand oder über die Free Now-App bestellt werden. Die Fahrpreise beginnen bei 4 Euro und betragen etwa 2 Euro pro Kilometer.
Übernachtungsmöglichkeiten in Berlin
Berlin hat viele großartige Stadtteile, in denen man übernachten kann, jeder mit seiner eigenen Persönlichkeit und seinen Vorteilen. Wenn Sie zum ersten Mal hier sind, sollten Sie sich innerhalb der Ringbahn aufhalten – der kreisförmigen S-Bahn-Linie, die das Stadtzentrum umgibt. Hier sind einige der beliebtesten Gegenden:
Mitte: Sehr zentral und günstig gelegen zu Top-Sehenswürdigkeiten wie der Museumsinsel und dem Reichstag. Mitte hat viele Luxus- und Boutique-Hotels, aber nur wenige günstige Unterkünfte. Gut geeignet für Sightseeing und gehobene Restaurants/Einkaufsmöglichkeiten.
Kreuzberg & Friedrichshain: Bekannt für alternative Vibes, Street Art, internationale Küche und Nachtleben. Hier gibt es günstigere Optionen. Ideal für Feinschmecker, Clubgänger und alle, die Berlins Gegenkultur erleben möchten.
Prenzlauer Berg: Ein familienfreundliches Viertel voller niedlicher Cafés und einzigartiger Geschäfte. Es hat eine entspannte Wohnatmosphäre und liegt dennoch in der Nähe des Zentrums. Gut geeignet für einen ruhigen Aufenthalt und zum Erkunden der Nachbarschaft.
Charlottenburg: Elegante Gegend im Westen mit hochwertigen Einkaufsmöglichkeiten entlang des Kurfürstendamms und rund um den Savignyplatz. Hier befindet sich das Schloss Charlottenburg. Ideal für eine gehobene Atmosphäre und Luxushotels.
Für die besten Angebote sollten Sie rechtzeitig im Voraus buchen – insbesondere für den Sommer und Dezember. Berlin bietet eine große Auswahl an Unterkünften, von günstigen Hostels bis hin zu Fünf-Sterne-Hotels. Für ein gut gelegenes Hotelzimmer der mittleren Preisklasse müssen Sie mit mindestens 100 Euro pro Nacht rechnen.
Luftbild von Berlin
Berlin Welcome Card. Eine tolle Möglichkeit, Rabatte zu finden.
Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten in Berlin
Top-Sehenswürdigkeiten
Brandenburger Tor: Das ikonische Denkmal und Symbol Berlins. Früher Teil der Berliner Mauer, steht es heute für Einheit.
Reichstag: Das deutsche Parlamentsgebäude mit einer Glaskuppel, von der aus man einen 360-Grad-Blick über die Stadt hat. Der Besuch ist nach vorheriger Anmeldung kostenlos.
East Side Gallery: Der längste erhaltene Abschnitt der Berliner Mauer, bedeckt mit Wandmalereien und Street Art. Verläuft entlang der Spree.
Museumsinsel: Ein Komplex aus fünf weltberühmten Museen, darunter das Pergamonmuseum. Ein UNESCO-Weltkulturerbe.
Checkpoint Charlie: Der berühmteste Grenzübergang zwischen Ost- und Westberlin während des Kalten Krieges. Heute ein touristischer Hotspot.
Denkmal für die ermordeten Juden Europas: Auch bekannt als Holocaust-Mahnmal. Ein düsteres, zum Nachdenken anregendes Labyrinth aus Betonplatten.
Schloss Charlottenburg: Das größte Schloss Berlins aus dem 17. Jahrhundert. Prächtige Innenräume und weitläufige Gärten.
Tempelhofer Feld: Ein ehemaliger Flughafen, der zu einem öffentlichen Park umgewandelt wurde und beliebt ist für Picknicks, Drachensteigen und Radfahren auf den alten Start- und Landebahnen.
Einzigartige Erlebnisse
Machen Sie eine Street-Art-Tour, um mehr über Berlins berühmte urbane Kunstszene zu erfahren und sich die sich ständig verändernden Wandmalereien anzusehen.
Besuchen Sie eine verlassene Spionagestation auf dem Teufelsberg, der auf einem künstlichen Hügel aus Trümmern des Zweiten Weltkriegs errichtet wurde.
Singen Sie sonntags Karaoke im Mauerpark und stöbern Sie auf dem beliebten Flohmarkt.
Entspannen Sie sich an einer Strandbar an der Spree, wie zum Beispiel im Holzmarkt oder im YAAM.
Erleben Sie Berlins legendäres Nachtleben in Clubs wie dem Berghain, Watergate oder Sisyphos.
Besichtigen Sie mit Berliner Unterwelten einen Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg oder einen Atombunker aus dem Kalten Krieg.
Mieten Sie ein Kajak und paddeln Sie auf dem Landwehrkanal durch die Innenstadt.
Essen & Trinken in Berlin
Berlin ist ein Paradies für Feinschmecker mit einer äußerst vielfältigen und internationalen Gastronomieszene. Hier findet man alles, von günstigen Streetfood-Angeboten bis hin zu Michelin-Stern-Restaurants. Einige typische Berliner Gerichte, die man probieren sollte:
Currywurst: Gebratene Schweinswurst mit Curry-Ketchup, oft mit Pommes frites serviert. Erhältlich an Straßenkiosken wie Konnopke's Imbiss oder Curry 36.
Döner Kebab: Berlins ultimatives Streetfood. Ein Sandwich nach türkischer Art, bestehend aus Fleisch, das von einem rotierenden Spieß geschnitten und mit Gemüse und Soße in Brot gesteckt wird. Die besten gibt es in Kreuzberg und Neukölln.
Berliner Pfannkuchen: Ein mit Gelee gefüllter Donut, bestreut mit Puderzucker oder normalem Zucker. Im Grunde genommen das offizielle Gebäck Berlins.
Für ein typisches Berliner Essenserlebnis besuchen Sie eine Kneipe – eine gemütliche Kneipe in der Nachbarschaft, die herzhafte deutsche Küche serviert. Oder holen Sie sich eine Bratwurst oder eine Brezel in einem Biergarten . Berlin hat auch eine fantastische internationale Gastronomieszene mit unzähligen großartigen vietnamesischen, nahöstlichen, italienischen und Fusion-Restaurants.
Wenn es um das Nachtleben geht, ist Berlin kaum zu übertreffen. Die Stadt ist vor allem für ihre angesagten Clubs mit elektronischer Musik bekannt, von denen viele von Freitagabend bis Montagmorgen durchgehend geöffnet sind. Hier wird das Feiern sehr ernst genommen. Aber es ist für jeden etwas dabei, von eleganten Cocktailbars über Punk-Kneipen bis hin zu gemütlichen Brauereien. Zu den beliebtesten Ausgehvierteln gehören:
Kreuzberg: Das Herzstück der Berliner Gegenkultur mit unzähligen Bars, Cafés und Clubs. Bekannt für Punk-, Hip-Hop- und LGBTQ+-Locations. Probieren Sie die Fahimi Bar, den Würgeengel oder das SO36 aus.
Friedrichshain: Ein weiteres alternatives Viertel, das bei Studenten und Künstlern beliebt ist. Besuchen Sie Hops & Barley für Craft Beer oder Berghain/Panorama Bar, den berühmtesten Club Berlins.
Prenzlauer Berg: Etwas gehobener, mit Weinbars und Cocktail-Lounges inmitten von Indie-Boutiquen. Becketts Kopf und Wohnzimmer sind beliebte Treffpunkte.
Neukölln: Ein aufstrebendes Viertel im Süden mit vielen versteckten Schätzen. Entdecken Sie die Bars entlang der Weserstrasse und der Hobrechtstrasse.
Unbedingt probieren: Deutsche Biere in Berlin
Kein Besuch in Berlin ist komplett, ohne einige der weltberühmten deutschen Biere zu probieren. Hier sind einige lokale Biersorten, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten, und die besten Orte, um sie zu probieren:
Arten von Berliner Bieren
Berliner Weiße: Ein säuerliches, alkoholarmer Weizenbier, das oft mit Fruchtsirup gemischt wird. Genießen Sie es frisch gezapft im Prater Garten, Berlins ältestem Biergarten.
Pilsner: Für ein knackiges, goldenes Pilsner besuchen Sie das Brauhaus Lemke, eine weitläufige Brauerei mit Bierhalle.
Schwarzbier: Dieses dunkle Lagerbier hat einen leichten Malzgeschmack. Probieren Sie es im Brauhaus Südstern, einer gemütlichen Brauerei in der Nachbarschaft.
Kellerbier: Ein ungefiltertes Lagerbier, das direkt aus dem Fass serviert wird. Die Klosterbrauerei Neuzelle bietet eine hervorragende Variante in historischer Klosterkulisse.
Wo sind die besten Brauereien Berlins?
Berliner Weiße im Prater Garten: Dieses säuerliche, alkoholarme Weizenbier ist eine Berliner Spezialität. Oft wird es mit Fruchtsirup gemischt, um die Säure auszugleichen. Genießen Sie ein Glas vom Fass im Prater Garten, Berlins ältestem Biergarten, der bereits seit 1837 besteht.
Pilsner im Brauhaus Lemke: Für ein knackiges, goldenes Pilsner besuchen Sie das Brauhaus Lemke, eine weitläufige Brauerei mit Bierhalle. Das Lemke Original Pils ist ein klassisches Beispiel für diesen Bierstil.
Schwarzbier im Brauhaus Südstern: Schwarzbier ist ein dunkles Lagerbier mit leichtem Körper und dezentem Malzgeschmack. Probieren Sie es im Brauhaus Südstern, einer gemütlichen Brauerei in Kreuzberg.
Das BRLO Brwhouse bietet eine vielfältige Auswahl an Craft-Bieren, darunter sein Flaggschiff German Pale Ale, Helles, Berliner Weisse und saisonale Spezialitäten. Es legt Wert auf Qualität durch die Verwendung biologischer Zutaten und die Herstellung veganer und nachhaltiger Biere.
Das Brauhaus Georgbräu im historischen Berliner Nikolaiviertel bietet einen großzügigen und charmant eingerichteten Veranstaltungsort am Ufer der Spree. In einer typischen Berliner Umgebung können Gäste GEORG-Pils direkt vom Fass genießen, wobei sie zwischen dunklen und hellen Bieren wählen können.
Erleben Sie Berlins legendäres Nachtleben
Das Berliner Nachtleben ist legendär und pulsiert vor Energie, die Partygänger aus aller Welt anzieht. Die Stadt beherbergt einige der berühmtesten Clubs der Welt, von denen jeder seine eigene einzigartige Atmosphäre und seinen eigenen Stil hat.
Kultige Clubs
Berghain: Ein ehemaliges Kraftwerk, das zu einem Nachtclub umgebaut wurde und für seine Techno-Beats von Weltklasse und seine strengen Einlasskriterien bekannt ist. Es ist schon eine Herausforderung, an den Türstehern vorbeizukommen, aber sobald man drinnen ist, findet man sich in einem riesigen, industriellen Raum mit mehreren Tanzflächen wieder, in dem eine raue und zugleich elektrisierende Atmosphäre herrscht.
Tresor: Ein Pionier der Techno-Szene, der seit Anfang der 90er Jahre erfolgreich ist. Der Tresor befindet sich in einem alten Kraftwerk und ist ein Labyrinth aus dunklen, höhlenartigen Räumen, in denen man sich bis in die frühen Morgenstunden in der Musik verlieren kann.
Watergate: Bietet einen atemberaubenden Blick auf die Spree und pulsierende Tanzflächen. Die Open-Air-Terrasse ist der perfekte Ort, um durchzuatmen und den Sonnenaufgang über der Stadt zu beobachten.
Sisyphos: Ein weitläufiger Clubkomplex mit mehreren Tanzflächen, Chill-out-Bereichen und sogar einem Strand im Freien. Es ist ein Spielplatz für Abenteuerlustige mit einer entspannten Atmosphäre, die dazu einlädt, Neues zu entdecken und sich gehen zu lassen.
Tipps für den Einstieg
Der Zugang zu diesen exklusiven Orten kann eine Herausforderung sein. Um Ihre Chancen zu erhöhen:
Kommen Sie früh (vor Mitternacht).
Kleiden Sie sich passend zur Atmosphäre des Clubs (oft ein lässiger, zurückhaltender Look).
Seien Sie geduldig und respektvoll gegenüber dem Türpersonal.
Vermeiden Sie es, laut zu sprechen oder in der Schlange eine Szene zu machen.
Reisen Sie in kleinen Gruppen (maximal 4-5 Personen)
Die Erfahrung annehmen
Sobald Sie drinnen sind, genießen Sie das Erlebnis und lassen Sie sich von der Musik mitreißen. Berlins Clubs sind bekannt für ihre langen Sets (oft mehr als 6 Stunden), also gehen Sie es langsam an und machen Sie Pausen, wenn Sie sie brauchen.
Am wichtigsten ist es, die anderen Clubgänger und den Raum selbst zu respektieren. Die Berliner Clubkultur basiert auf Inklusivität, Einverständnis und gegenseitigem Respekt. Achte daher auf dein Verhalten und behandle andere mit Freundlichkeit.
Wenn Sie sich Berlins Nachtleben mit Offenheit und Abenteuerlust nähern, tauchen Sie in eine Welt ein, die ihresgleichen sucht. Die Clubs der Stadt sind nicht nur Orte zum Tanzen und Feiern – sie sind Gemeinschaften, in denen Menschen aus allen Gesellschaftsschichten zusammenkommen, um Musik, Kunst und Selbstverwirklichung zu zelebrieren.
Tauchen Sie ein, lassen Sie sich fallen und erleben Sie selbst die Magie der legendären Berliner Clubszene.
Entdecken Sie Berlins lebendige und vielfältige LGBTQ+-Szene
Berlin ist seit langem als eine der LGBTQ+-freundlichsten Städte der Welt bekannt, und das aus gutem Grund. Die Stadt verfügt über eine lebendige, vielfältige und integrative Queer-Community, die fest in ihrer Kultur verankert ist. Von traditionellen Schwulenvierteln bis hin zu aufstrebenden Gegenden, die bei queeren Kreativen beliebt sind, bietet Berlin LGBTQ+-Besuchern eine Fülle von Möglichkeiten, die es zu entdecken gilt. Hier sind einige der besten Orte und Veranstaltungen, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten:
Schöneberg: Schöneberg ist historisch gesehen das Herzstück der Berliner Schwulenszene und ein Muss für jeden LGBTQ+-Reisenden. Das Viertel ist voller queerer Bars, Clubs, Cafés und Geschäfte, insbesondere rund um den Nollendorfplatz und die Motzstraße. Verpassen Sie nicht legendäre Institutionen wie das Hafen, eine der ältesten Schwulenbars Berlins, das Heile Welt, eine gemütliche Kneipe mit einladender Atmosphäre, oder das SchwuZ, einen legendären Club, in dem regelmäßig queere Partys und Events stattfinden.
Neukölln: In den letzten Jahren hat sich das trendige Viertel Neukölln zu einem Zentrum für queere Künstler, Kreative und Aktivisten entwickelt. Im Vergleich zu Schöneberg herrscht hier eine entspanntere und alternativere Atmosphäre, mit vielen queeren Geschäften und Community-Treffpunkten. Besuchen Sie The Club für Indie-Queer-Partys, Silver Future für Drag-Shows und Performances oder Buttons für einen entspannten Drink mit freundlichen Einheimischen.
Friedrichshain: Friedrichshain liegt im ehemaligen Ostberlin und ist bekannt für sein raues, alternatives Nachtleben, zu dem mehrere legendäre Queer- und Fetisch-Locations gehören. Der bekannteste ist zweifellos das Berghain/Panorama Bar, ein riesiger Club in einem ehemaligen Kraftwerk, der für seine strenge Türpolitik und seine hedonistischen Partys berüchtigt ist. Weitere beliebte Locations sind das Suicide Circus, ein Queer-Techno-Club, und das Möbel Olfe, eine kitschige Bar, die ein gemischtes Publikum anzieht.
Neben seinem ganzjährigen Angebot ist Berlin auch Gastgeber einiger der größten und spannendsten LGBTQ+-Veranstaltungen in Europa:
Der Christopher Street Day, der jedes Jahr im Juli stattfindet, ist eine der größten Pride-Feiern weltweit und zieht über eine Million Teilnehmer zu einer farbenfrohen Parade, Auftritten und Partys an.
Die Folsom Europe im September ist Europas größte Gay-Fetisch-Veranstaltung mit Straßenfesten, Clubnächten und ausgefallenen Festivitäten.
Für diejenigen, die im Frühling zu Besuch kommen, bietet die Easter Fetish Week ein volles Programm mit Fetisch-Partys und Veranstaltungen für eine Vielzahl von Vorlieben und Interessen.
Egal, wann Sie Berlin besuchen und worauf Sie stehen, die LGBTQ+-Szene hat für jeden etwas zu bieten. Kommen Sie und erleben Sie die Energie, Kreativität und Inklusivität, die diese Stadt zu einem so beliebten Reiseziel für queere Reisende aus aller Welt machen.
3-Tages-Reiseplan für Berlin
Tag 1: Mitte & Museumsinsel
Vormittag: Beginnen Sie am Alexanderplatz und machen Sie ein Foto mit der Weltzeituhr. Spazieren Sie die Prachtstraße Unter den Linden entlang zur Museumsinsel und machen Sie Halt am Bebelplatz und am Gendarmenmarkt.
Nachmittag: Erkunden Sie das Pergamonmuseum und das Neue Museum auf der Museumsinsel. Anschließend besuchen Sie das bedrückende Denkmal für die ermordeten Juden Europas und das berühmte Brandenburger Tor.
Abend: Spazieren Sie durch das Regierungsviertel, um den Reichstag zu besichtigen. Beenden Sie den Tag mit einem Drink bei Sonnenuntergang auf der Dachterrasse des Reichstags oder in der Bar des Fernsehturms.
Tag 2: Kreuzberg & Friedrichshain
Vormittags: Besuchen Sie die East Side Gallery, um die berühmten Wandmalereien an der Berliner Mauer zu sehen. Überqueren Sie anschließend die Oberbaumbrücke, um die Street-Art und Indie-Läden in Kreuzberg zu erkunden.
Nachmittag: Genießen Sie Ihr Mittagessen in einem türkischen Restaurant oder auf einem Streetfood-Markt wie der Markthalle Neun. Entspannen Sie sich im Görlitzer Park oder gehen Sie in der Oranienstraße auf Vintage-Shoppingtour.
Abend: Nehmen Sie an einer abendlichen Food-Tour teil, um die vielfältige Küche Berlins zu probieren. Anschließend können Sie in Kreuzberg oder Friedrichshain von Bar zu Bar ziehen oder einen Club besuchen, wenn Sie Lust auf eine lange Nacht haben.
Tag 3: Charlottenburg & Tiergarten
Vormittag: Besuchen Sie das Schloss Charlottenburg und spazieren Sie durch seine Barockgärten. Anschließend können Sie im nahe gelegenen Käthe-Kollwitz-Museum eine beeindruckende Sammlung ihrer Werke bewundern.
Nachmittag: Shoppen Sie entlang des Kurfürstendamms, Berlins berühmter Einkaufsmeile. Verpassen Sie nicht die Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, die im Zweiten Weltkrieg beschädigt wurde. Beenden Sie Ihren Tag im Berliner Zoo oder im Tiergarten.
Abend: Genießen Sie ein klassisches deutsches Abendessen in einer Kneipe oder Bierhalle. Besuchen Sie anschließend eine Vorstellung in der Deutschen Oper oder genießen Sie den Blick auf die Skyline von der Monkey Bar aus.
Natürlich gibt es in Berlin noch viel mehr zu sehen und zu erleben – dies ist nur eine kleine Auswahl! Nutzen Sie diesen Reiseplan als Ausgangspunkt und passen Sie ihn Ihren Interessen an. Egal, wofür Sie sich entscheiden, Berlin wird Ihnen garantiert in bleibender Erinnerung bleiben.
Was Sie vor Ihrer Reise wissen sollten
Sprache: Deutsch ist die Amtssprache, aber die meisten Menschen in der Tourismusbranche sprechen Englisch. Schilder und Museumsausstellungen sind fast immer mit englischen Übersetzungen versehen.
Geld: In Deutschland wird mit dem Euro bezahlt, und in vielen Geschäften wird Bargeld immer noch gegenüber Kreditkarten bevorzugt. Tragen Sie immer etwas Bargeld für kleine Einkäufe, Street Food und Trinkgelder bei sich.
Trinkgeld: Trinkgeld wird gerne gesehen, ist aber nicht obligatorisch. Runden Sie die Rechnung in Restaurants und Bars um 5–10 % auf. Trinkgeld: 1–2 Euro pro Gepäckstück für Gepäckträger und einige Euro für Reiseleiter.
Sicherheit: Berlin ist im Allgemeinen eine sehr sichere Stadt, auch nachts. Treffen Sie normale Vorsichtsmaßnahmen, wie z. B. auf Taschendiebe in belebten, touristischen Gegenden zu achten. Gewaltverbrechen sind selten – aber bleiben Sie immer wachsam.
Anreise: Berlin Brandenburg (BER) ist der wichtigste internationale Flughafen der Stadt. Mit den Airport Express-Zügen, der S-Bahn, Regionalzügen oder Bussen erreichen Sie das Stadtzentrum in weniger als 45 Minuten.
Wichtige deutsche Ausdrücke für Reisende
Hallo: Hallo (HAH-loh)
Auf Wiedersehen: Auf Wiedersehen (owf VEE-dehr-zay-en)
Bitte: Bitte (BIH-teh)
Danke: Danke (DAHN-keh)
Gern geschehen: Bitte schön (BIH-teh shurn)
Ja: Ja (yah)
Nein (neun)
Entschuldigung: Entschuldigung (ent-SHOOL-dee-gung)
Ich verstehe nicht: Ich verstehe nicht (ikh fer-SHTAY-eh nikht)
Sprechen Sie Englisch?: Sprechen Sie Englisch? (SHPREH-khen zee ENG-lish?)
Wo ist die Toilette?: Wo ist die Toilette? (voh ist dee twah-LEH-teh?)
Die Rechnung, bitte (dee REHKH-noong BIH-teh)
Wie viel kostet das? (vee feel KOS-tet dahs?)
Ich möchte...: Ich möchte... (ikh MERKH-teh...)
Prost/Auf Wiedersehen: Tschüss (chooss)
Mit ein wenig Planung und Insiderwissen wird Ihre erste Reise nach Berlin garantiert zu einem unvergesslichen Erlebnis. Genießen Sie die Geschichte, Kultur und Coolness dieser einzigartigen Stadt. Gute Reise!
Der Artikel wurde von Matthew Menneke verfasst.
Matt ist der Gründer und Guide von „On the Front Tours“ und bietet militärhistorische Touren in Berlin an. Geboren in Melbourne, Australien, führte Matts Leidenschaft für Geschichte dazu, dass er acht Jahre lang in der australischen Armeereserve diente. Mit einem Abschluss in Internationaler Politik und einer erfolgreichen Karriere im Vertrieb entdeckte er seine Liebe zum Guiding, als er als Reiseführer in Australien arbeitete. Seit seinem Umzug nach Berlin im Jahr 2015 verbindet Matt seine Begeisterung für Geschichte und das Guiding, indem er immersive Touren kreiert, die die Vergangenheit für seine Gäste lebendig werden lassen.